Dëst Joer, e méi nohaltege Chrëschtbeemchen

Waren die Weihnachtsbäume früher meist ein Abfallprodukt der Durchforstung, so stammen sie heute größtenteils aus intensiver Produktion, die zu Lasten von Umwelt und Gesundheit gehen. Wenn man nicht auf einen Weihnachtsbaum verzichten möchte, sollte man auf die Herkunft und Produktion achten.

 

Der Christbaum ist für viele an Weihnachten nicht weg zu denken. Waren die Bäume früher meist ein (Abfall-)Produkt der Durchforstung, geschlagen um Platz im Wald zu schaffen, stammen sie heute größtenteils aus intensiven und eigens dafür angelegten Kulturen. Allein in Luxemburg werden jährlich ca. 100.000 Weihnachtsbäume benötigt. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden müssen die Bäume oft in mehr oder weniger großen Monokulturen, unter hohem Einsatz von Chemikalien angepflanzt werden. 80% der hier verkauften Bäume stammen zwar aus der Eifel, viele kommen aber auch aus Dänemark, Osteuropa oder der Bretagne.

Insektizide gegen Läuse, Herbizide zur Bekämpfung von Beikraut, chemische Düngemittel für perfekte Nadeln und hoher Transportaufwand lassen die Weihnachtsbaumproduktion stark zu Lasten der Umwelt und der Gesundheit gehen. Für Diejenigen die auf den Christbaum nicht verzichten wollen sind regionale Bäume aus Bio-Anbau ökologisch die beste Wahl. Bei ihrer Produktion wird auf Kunstdünger und Pestizide verzichtet, der Bewuchs zwischen den Reihen wird entweder mechanisch oder durch Schafsbeweidung kurzgehalten.

Das Angebot von biologisch produzierten Weihnachtsbäumen in Luxemburg ist gering. Dennoch sollte man sich für Bäume von regionalen Produzenten entscheiden. Hier entfallen weite Transportwege (die Bäume sind dadurch auch frischer) und der Anbau findet meist weniger intensiv auf kleineren Flächen statt, wodurch der negative Einfluss auf die Landschaft geringer ist. Zum Beispiel kann man bei der Bamschoul Wahl in Eppeldorf unbehandelte Bäume aus eigener Produktion kaufen. Auch die Pépinière Loschetter in Tüntingen produziert unbehandelte Weihnachtsbäume, zudem werden unbehandelte Bäume aus den belgischen Ardennen bezogen. Die in Assel bei der Familie Meyers produzierten Bäume werden ebenfalls ohne Pestizide gepflegt. Bei Co-Labor in Bartringen kann man Bäume aus Belgien kaufen die zwar nicht bio-zertifiziert sind, jedoch nicht chemisch behandelt wurden.

Eine weitere umweltfreundlichere Möglichkeit neben dem Kauf ist das Weihnachtsbaum-Leasing, das beispielsweise von der Bamschoul Becker in Steinsel angeboten wird. Hierbei sucht man sich seinen Baum mit Ballen aus, nimmt ihn mit nach Hause und bringt ihn nach dem Weihnachtsfest zur Wiederauspflanzung zurück bzw. lässt den Baum abholen. Bei dieser Alternative ist jedoch die richtige Pflege wichtig, damit das Anwachsen gelingt und der Baum im Frühjahr nicht vertrocknet.

Bei der Dekoration sollte man ebenso auf Nachhaltigkeit achten und bevorzugt Naturmaterialien, Christbaumkugeln (aus Glas) und Selbstgebasteltes wählen. Je länger der Christbaumschmuck in Verwendung ist, desto nachhaltiger ist er. Auf Lametta, mittlerweile ja eh aus der Mode geraten, sollte man auf jeden Fall verzichten da Aluminium ein wertvoller Rohstoff ist. Aber auch von künstlichem Schnee, Silber- oder Goldsprays sollte man ablassen. Diese können später nicht vom Baum entfernt werden und enthalten giftige Substanzen wodurch der Baum dann nicht mehr kompostierbar ist.

Nach dem Weihnachtsfest sollte man Bäume ohne Ballen ordentlich entsorgen, am besten in Kompostieranlagen. Alternativ kann man den Baum (nach ausreichender Lagerzeit zum Trocknen) im eigenen Kamin als Brennholz verfeuern.

Wer nicht auf den Baum an sich besteht und gerne kreativ ist kann auch einen Weihnachtsbaum basteln. Sei es ein zweidimensionales Modell aus Ästen und Schnur, ein dreidimensionales aus Töpfen oder ein Baum aus alten Paletten oder Weinkisten, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch hier sollte man bei der Deko natürlich auf Holz sowie Leuchten aus LED setzen.

 

Wer nicht auf den Baum an sich besteht und gerne kreativ ist kann auch einen Weihnachtsbaum basteln. (Foto: Pinterest)


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21.11 - 17.12 

Exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

16.12 

Chantier nature: Entbuschungsarbeiten im Schilfgebiet Schlammwiss

16.12 

Vögel füttern – kinderleicht!

13.01 

Chantier nature: Entbuschungsarbeiten im Schilfgebiet Schlammwiss

20.01 

Chantier nature: Méi Luucht fir seele Planzen vum Diddelenger « Roudebierg »

27.01 - 28.01 

Wantervullenzielung 2018

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