Nachhaltiger Schulanfang

Jahr um Jahr ist es wieder soweit, Mitte der großen Sommerferien, mit Beginn der Schueberfouer, breitet sich die Aufregung des Schulanfangs aus: Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern werden immer wieder spürbar davon gepackt und in allen Supermärkten und Bücherläden wird sie deutlich sichtbar.  Sogar wenn es nicht der allererste Schultag ist, bleibt diese Aufregung nicht aus: neue Ranzen werden eingeräumt, alte gesäubert, Bücher und Hefte zum Schutz eingebunden, man freut sich mit dem neuen Füller zu schreiben…

Listenweise schicken Lehrer die Mütter zum Einkaufen: Hefte, Füller, Ordner, Spitzer, Farben,... So steht die Schule auch für riesige Waldflächen, die mit Buchstaben und Zahlen beschrieben werden, kistenweise leere Tintenpatronen, die entsorgt werden müssen, Klassenzimmer und Kinderhände gefüllt oder beschmiert mit giftigen Dämpfen und Stoffen wie Lösungsmitteln aus Buntstiften, Kleber und Farben… Gar nicht zu sprechen vom Energieaufwand und dem Ressourcenverbrauch für die Produktion des ganzen Materials, welches immer wieder ausgetauscht wird, weil z.B. der neue Rucksack cooler ist oder Einiges, so wie Lineale meterweise kaputt geht.

Offizielle Homepage der Kampagne mit allen Informationen: www.ech-kafe-clever.lu

 

Ohne Weichmacher und Konservierungsmittel

Zum Schulanfang 2016/2017 hat die Emweltberodung Letzebuerg ihre Internetplattform „Ech kafe clever" erneuert. Hier erfahren Sie welche Schulmaterialien für ihr Kind unbedenklich sind und welche Händler sie vertreiben.

Viele Schadstoffe können durch regelmäßiges Kauen auf Bleistiften, Einatmung oder durch schwitzende Hände vom Körper aufgenommen werden und hier atemweg- und schleimhautreizend, hormonartig, neurologisch, oder sogar krebserregend wirken. In Kombination mit schlechter Durchlüftung können Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen oder andere Unbehagen die Folgen einer solchen Schadstoffbelastung sein. Es gilt hier unsere Kinder vor schädlichen Inhaltsstoffen ihrer Schulmaterialien zu schützen.

Auch der nachhaltige Umgang mit den Materialien gehört dazu. Papier spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Auf welche Kriterien bei der Auswahl geachtet wurde, finden Sie in einer Kriterien Liste.

 

Nachhaltigkeitskriterien für die Materialbeschaffung beachten

Klein angefangen bei der Beschaffung des alltäglichen Gebrauchsmaterials kann jeder Einzelne aktiv werden, oder aber die Lehrer, Schulcomitées oder Gemeinden :

Die wichtigsten allgemeinen Nachhaltigkeitskriterien für die Materialbeschaffung in der Schule lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Minimale Schädlichkeit für Umwelt und Gesundheit bei Herstellung, Nutzung und

  • Entsorgung (Energie- und Wasserverbrauch, Schadstoff- und CO2-Emissionen, Öl und Holzverbauch,…)

  • Ressourcenschonung durch recyclierte Produkte und solche aus zertifiziertem Anbau (FSC,…)

  • Abfallvermeidung durch langlebige, nachfüllbare Produkte oder recyclingfähige Materialien und vernünftige Verpackungen

  • Produkte ohne Schadstoffe (z.B. ohne Lösemittel oder Schwermetalle)

  • Soziale Verantwortung durch regionalproduzierte und Fair gehandelte Produkte

Eine ganze Reihe von Umweltlabeln bieten Sicherheit für Mindestanforderungen bei Schulmaterialien.

 

 

Die Zerstörung der tropischen Regenwälder nimmt immer noch zu

Ein besonderes Beispiel für den schonenden Umgang mit den Ressourcen ist die Verwendung von Recycling Papier.

Die Luxemburger verbrauchen jährlich pro Kopf über 300 kg Papier und gehören damit zu den weltweiten Höchstverbrauchern. Um Kosten zu sparen werden tropische Regenwälder kahlgeschlagen und damit dauerhaft zerstört; einheimische Völker verlieren ihre Lebensgrundlage bzw. werden vertrieben und bedrohte Tiere verlieren Ihren Lebensraum. Die Zahlen des Wasser- und Energieverbrauchs sowie des CO2 Ausstoßes bei der Produktion von Frischfaserpapier sind viel höher als bei der Herstellung von Recyclingpapier.

Neben Papier werden aber noch viele weitere Schulmaterialien aus Holz hergestellt. Insgesamt werden jährlich weltweit 13 Millionen ha Wald abgeholzt, was einer Zerstörung der gesamten Waldfläche Luxemburgs in nur 3 Tagen entspricht. Um eine nachhaltige Waldwirtschaft zu fördern und entsprechende Waldbestände zu kennzeichnen wurde die FSC-Zertifizierung eingeführt. Das entsprechende Holz und die daraus entstandenen Produkte sind deutlich gekennzeichnet. Kauft man solche Produkte, begünstigt man eine nachhaltige Waldwirtschaft und den Erhalt der Wälder.

Weitere Ansätze für eine nachhaltige Schule bieten Unterhalt im und ums Schulgebäude (Putzmittel, Pestizide,...), Energiekonzepte und Projekte zur möglichen Energie- und Ressourceneinsparung, Abfallmanagment, Kantinenessen...

 

Schulmaterialien

http://www.ech-kafe-clever-schüler.lu/uploads/2/2/4/8/22480338/liste_du_materiel_scolaire___schulmaterial.pdf

 

Kriterien Liste

http://www.ech-kafe-clever-schüler.lu/uploads/2/2/4/8/22480338/kriteren_schul-_und_b%C3%BCromaterial_2016_sdk_de.pdf

 

Kampagne ech kafe clever

http://www.ech-kafe-clever.lu/

 

Weitere Informationen zu diesen Themen bieten:

http://www.ebl.lu

http://www.emwelt.lu/sanspesticides

http://www.klimabuendnis.lu

 


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Agenda

16.09 - 28.10 

Permanences mycologiques: les samedis de 18h à 19h30

24.10 

Wissenschaftliches Kolloquium: Für Naturschutz begeistern - Neue Wege in der Kommunikation

04.11 

Chantier nature: Travaux d‘entretien au « Lamert » près d’Elvange (Mondorf)

06.11 - 09.11 

Workshop: Natürliche Waschmittel selbst gemacht

11.11 

Chantier nature: Travaux d’entretien „Caper-Gare“

18.11 

Erliewnis- a Schaffdag am „Bongert Altenhoven“ zu Beetebuerg

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